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Vorwort:
Nach dem Untergang der BISMARCK am 27.05.41 musste der Kampf mit Überwasserstreitkräften im Atlantik aufgegeben werden. Zumal nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22.06.41 sich das Deutsche Reich gezwungen sah, den Großteil seiner schweren Einheiten der Kriegsmarine in Norwegen zu stationieren, um damit die Unterstützung der Roten Armee durch die alliierten Geleitzüge zu stören. So wurde schließlich auch die TIRPITZ am 15.01.42, Richtung Trondheim, in den Faettenfjord verlegt.

Um die Buchreihe in gewohnter Qualität bezüglich Fotodatierungen sowie Ortsangaben fortzuführen, bedeutete dies nach Norwegen zu reisen, um sich einen ersten Eindruck von den Gegebenheiten und Liegeplätzen vor Ort zu machen. Nachdem dies etwa für den Faettenfjord relativ unkompliziert war, musste man aber sehr schnell feststellen, dass sich das Schlachtschiff nicht nur an diesem Liegeplatz befand, sondern natürlich auch auf bisher unbekannten und weitverstreuten Positionen. So begann eine sehr schwierige und zeitintensive Suche, um möglichst alle Aufenthaltsorte des Kriegsschiffes in Erfahrung zu bringen. Denn die auf den historischen Aufnahmen zu sehenden Bergketten bewiesen unmissverständlich, ob eine Bildeinstellung passte oder nicht. Erschwerend kam noch hinzu, dass sich Felsformationen schnell ändern konnten, sobald man sich nur ein paar Meter weiter nach links oder rechts bewegte. So waren also mehrere Reisen nötig, um die einstigen Standorte der Fotografen zu ermitteln. Aber auch die Tatsache, dass Bilder von der Seeseite her entstanden, machte die ganze Sache nicht gerade leichter, und so war es manchmal unvermeidlich, ein Boot zu organisieren und die Fjorde abzufahren. Nur so war es möglich, die korrekte Abfolge der Fotos zu gewährleisten, um die Geschichte, passend zum Kriegstagebuch, weiter erzählen zu können. Sobald also ein Fotomotiv gefunden, und somit eine örtliche Zuordnung der Aufnahme möglich, so motivierte man sich durch das Erfolgserlebnis wieder neu, um die äußerst aufwendige Arbeit fortzusetzen. Noch schwieriger waren Ortsbestimmungen, wenn die TIRPITZ verlegt wurde oder, wie im März 1942, ihren ersten Einsatz gegen einen alliierten Geleitzug unternahm. Denn bei einer Küstenlänge (inklusive Fjorde und Inseln) von knapp 60.000 km war dies vor Ort nicht mehr möglich und man musste zu modernen Hilfsinstrumenten greifen, wie z. B. Google Earth, um am Computer in jahrelanger Detektivarbeit die Einstellungen und somit die Zusammenhänge der Fotos zu ermitteln. Anschließend wurden die Auswertungen teilweise noch einmal in Norwegen überprüft, um die Aufnahmen auch für die Rubrik »Einst und heute« gegenüberstellen zu können.

In einer historischen Fotodokumentation wie dieser lässt es sich nicht vermeiden, dass zeittypische Symbole und Symbolik zu sehen sind. Es wäre jedoch ein absolutes Missverständnis, wollte man daraus ableiten, dass sich die zwei Autoren nationalsozialistischem Gedankengut verbunden fühlen. Dies ändert aber nichts daran, dass die Schiffe als Machtträger eine gewisse Faszination ausüben, also vollkommen unabhängig von dem dahinterstehenden menschenverachtenden, politischen System.

 

Chronologische Gliederung:
1942 / 15. – 16. Jan.; von Schillig Reede nach Trondheim
1942 / 16. Jan. – 06. März; Faettenfjord / Region Trondheim
1942 / 20. – 21. Jan.; Fahrten im Gulosenfjord / Steinkjerbucht
1942 / 05. Feb.; Übungsfahrt im Norviksund / Trondheimfjord
1942 / 19. Feb.; Nebel-, E-Mess- und Ortungsübungen
1942 / 21. – 23. Feb.; Unternehmen “Sportpalast”
1942 / 23. Feb.; Stichwort “Rösselsprung”, nach Hemnefjord
1942 / 25. – 26. Feb.; Übungen / Abkommschießen
1942 / Ende Feb. – Mitte März; SC und PG im Lofjord
1942 / 06. – 09. März; Operation gegen alli. Geleitzug PQ12
1942 / 09. März; Brit. Verband und Luftangriff bei den Lofoten
1942 / 09. März; Einlaufen durch Vest- / Ofotfjord nach Bogen
1942 / 10. – 12. März; im Netzkasten der Bogenbucht
1942 / 13. März; Rückmarsch nach Trondheim (Faettenfjord)
1942 / 14. März – 02. Juli; Faettenfjord / Region Trondheim
1942 / 21. März; Eintreffen der ADMIRAL HIPPER im Lofjord
1942 / 01. April; E-Mess-, Ortungs- und Seebeölungsübungen
1942 / 03. Mai; Verbandsmarsch mit HP / SC, Trondheimfjord
1942 / 28. – 29. Mai; M.E.S.-Überläufe / Übungen
1942 / 07. – 08. Juni; Abkomm- und Torpedoschießen
1942 / 10. – 11. Juni; Übungen und Abkommschießen
1942 / 16. – 17. Juni; Übungen im Trondheimfjord

 

Zusätzliches:
Norw. Agenten sowie deutsche und britische Flugzeugtypen
Faetten- und Åsenfjord, »Einst und heute«
Lofjord, »Einst und heute«
Region Trondheim / Norwegische Küste, »Einst und heute«
Tysfjord / Bogenbucht, »Einst und heute«

 

Karten:
1942 / 15. – 16. Jan.; Wegeskizze (Süd), Schillig – Trondheim
1942 / 15. – 16. Jan.; Wegeskizze (Nord), Schillig – Trondheim
1942 / 16. Jan.; Erreichen der norw. Küste bei Kristiansund
1942 / 16. Jan.; Einlaufen durch Trondheimsleia
1942 / Übersichtskarte Trondheimfjord und Region
1942 / Übersichtskarte mit dem Liegeplatz im Faettenfjord
1942 / 23. Feb.; Stichwort “Rösselsprung”, Hemnefjord
1942 / 23. Feb.; Torpedierung der PG vor Kristiansund
1942 / 06. März; Sammeln vor Steinvikholm bezüglich PQ12
1942 / 07. – 09. März; Suche nach Geleitzug PQ12
1942 / 09. März; Wegeskizze, Rückmarsch aus dem Nordmeer
1942 / 09. März; Einlaufen Vestfjord mit Irrfahrt im Tysfjord
1942 / 09. – 10. März; Ankerplatz Bogenbucht, vor Østervik
1942 / 13. März; Wegeskizze, Rückmarsch nach Trondheim
1942 – 43; Standorte der Agentensender im Raum Trondheim

 

Grafiken:
1942 / Jan. – Anf. April; Ausrüstung / Tarnschema TIRPITZ
1942 / 15. Jan., nachts; Verlegung durch Nordsee in Kiellinie
1942 / 16. Jan.; U-Bootsicherung vor der norwegischen Küste
1942 / 06. März; U-Bootsicherung, Auslaufen durch Frohavet
1942 / 09. März; Skizze des Lufttorpedoangriffes der RAF
1942 / 13. März; U-Bootsicherung, Auslaufen durch Ofotfjord
1942 / Mai; Ausrüstung / Tarnschema TIRPITZ, Faettenfjord
1942 / Juni; Ausrüstungsstand / Tarnschema TIRPITZ
1942 / ab Ende Juni; Ausrüstungsstand / Tarnschema TIRPITZ

 

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